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Spat beim Pferd

THZ Tierheilkundezentrum Nehls · Ratgeber Pferd

Spat beim Pferd

Arthrose am Sprunggelenk: woran Sie sie erkennen, was der Tierarzt tut – und warum Haltung, Huf und Futter über den Verlauf entscheiden.

Direkte Antwort: Was ist Spat beim Pferd?

Spat ist eine Arthrose der kleinen, straffen Gelenke im unteren Teil des Sprunggelenks.[1] Das Pferd läuft hinten steif an, tritt kürzer, schleift die Hufspitze und gibt beim Schmied das Hinterbein ungern. Die Erkrankung verläuft in Schüben und gilt als nicht heilbar. Viele Spat-Pferde bleiben trotzdem über Jahre reitbar, wenn Haltung, Bewegung, Hufbearbeitung und Fütterung zusammenpassen. Die Diagnose stellt der Tierarzt.

Den Überblick über den Bewegungsapparat finden Sie im Ratgeber Lahmheiten beim Pferd.

Bewegungsapparat beim Pferd – alle Themen im Überblick
Kurz zusammengefasst
  • Spat ist Arthrose an den kleinen Gelenken des Sprunggelenks, meist an der Innenseite der Hinterbeine.
  • Typisch: steifes Anlaufen, kürzere Tritte hinten, schleifende Hufspitze, Ärger beim Schmied.
  • Begünstigt wird Spat durch die Stellung der Hinterbeine, hohe oder einseitige Belastung und Störungen in der Knochenentwicklung des Jungpferdes.[1]
  • Röntgenbild und Lahmheit passen oft nicht zusammen: Ein auffälliges Bild heißt nicht starke Lahmheit, und umgekehrt.[1]
  • Was wir aus 26 Jahren Praxis sehen: Pferde, denen es über Jahre gut geht, haben Halter, die an mehreren Stellen gleichzeitig arbeiten.
  • Für Turnierpferde wichtig: Kräuter mit Weidenrinde und Ingwer haben sieben Tage Karenzzeit.
Womit begleiten? Erst die Lage, dann das Mittel

Wenn die Diagnose steht und Ihr Pferd nicht im Turniersport geht. Dann begleiten wir fütterungsseitig mit Nehls Lauf-Fit Spezial, einer Mischung aus vier Kräutern. Starten Sie mit 500 g und sehen Sie, ob Ihr Pferd sie frisst. Empfohlen sind zwölf Wochen: sechs Wochen 50 g täglich, danach 30 bis 40 g. Dazu passt Nehls Gelenk Stark, ein Glucosamin-Pulver, mit einem halben Esslöffel täglich.

Wenn Ihr Pferd Turniere geht. Dann zählt die Karenzzeit. Für Nehls Gelenk Stark und für die Mineralbasis VetLine Surf and Turf Basic Mineral ist keine Karenzzeit dokumentiert. Unsere Kräutermischungen mit Weidenrinde und Ingwer setzen Sie sieben Tage vor dem Start ab. Was für welche Pflanze gilt, steht in unserem Hinweis für Turnier- und Sportreiter.

Wenn Ihr Pferd getrocknete Kräuter aussortiert. Dann nehmen Sie die flüssige Form: Nehls Lauf-Fit flüssig, einmal täglich 10 ml mit der Spritze oder über das Futter, mindestens sechs Wochen. Einstieg mit 100 ml.

Wenn trotz guter Haltung immer wieder Schübe kommen. Dann suchen wir, was das Pferd anfällig macht: Hufsituation, Fütterung, Mineralstoffe. Wo wir anfangen, klären wir im kostenlosen Erstgespräch – telefonisch unter 05642 988 8826. Wer tiefer einsteigen will, nimmt die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" als Ausgangspunkt für einen Begleitplan. (Nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest – ersetzt keine tierärztliche Diagnose.)

Alle genannten Produkte sind Ergänzungsfuttermittel und ersetzen keine tierärztliche Diagnostik oder Behandlung. Bei akuter Lahmheit, Schwellung oder Wärme am Sprunggelenk gilt: erst Tierarzt, dann alles andere.

Was ist Spat – und wie entsteht er?

Das Sprunggelenk fängt Druck und Schub ab und gleicht Drehbewegungen aus. Im unteren Teil sitzen mehrere kleine, kaum bewegliche Gelenke. Werden sie beim Arbeiten ungleichmäßig oder zu stark belastet, entzünden sie sich; aus wiederkehrender Reizung wird Arthrose.[1] Der Körper bildet neues Knochengewebe, und an der Innenseite des Sprunggelenks kann eine Auftreibung tastbar werden.

Was wir in der Beratung immer wieder erleben: Halter melden sich, wenn „der Spat schon da ist". Der Grundstein liegt meist Jahre zurück. In fast allen Fällen kommen mehrere Ursachen zusammen:

  • Stellung der Hinterbeine: säbelbeinig, kuhhessig oder sehr steil gestellt – die Last verteilt sich ungleich.[1] Islandpferde gelten als häufiger betroffen.
  • Aufzucht: Verknöchern die kleinen Sprunggelenksknochen beim Jungpferd unvollständig, ist das ein Risiko für später.[1] Aus unserer Sicht legt eine zu mastige Fohlenaufzucht mit schnellem Wachstum oft den Grundstein. Weniger ist in den ersten drei Jahren oft mehr.
  • Belastung im Sport: Traber, Dressur-, Spring- und Reiningpferde fordern das Sprunggelenk besonders. Bei Trabern gilt Spat fast als Berufskrankheit.
  • Einzelne Verletzung: Ein Sturz, ein Tritt oder eine Verdrehung kann vor allem bei jungen Pferden den Anfang machen.
  • Hufbearbeitung: Stehen die Hinterhufe nicht passend, verändert sich die Last im Sprunggelenk.
  • Fütterung: zu viel Energie und Eiweiß, dazu ein unausgewogenes Verhältnis von Calcium zu Phosphor.

Symptome – woran Sie Spat erkennen

Spat beginnt schleichend und wird anfangs mit Altersteifheit verwechselt. Am Telefon hören wir dann Sätze wie: „Er ist irgendwie träger geworden." „Beim Antraben ist er steif, läuft sich dann aber ein." „Der Schmied klagt, dass er das Bein nicht mehr gut hält."

  • Steifes Anlaufen nach Ruhe, das sich mit Bewegung bessert
  • Kürzere Tritte hinten – das Sprunggelenk wird nicht mehr voll angewinkelt
  • Zehe zuerst: Das Pferd fußt mit der Hufspitze auf oder schleift sie. Hufspitze und Eisen nutzen sich dort stärker ab – für viele Halter das erste fassbare Zeichen.
  • Schwungloser Trab, besonders bei Tempowechseln; Traber fallen in Wendungen in den Galopp
  • Probleme beim Schmied: Das Hinterbein lässt sich nicht lange gebeugt halten.
  • Rücken: Schont das Pferd die Hinterhand, leidet die Rücken- und Kruppenmuskulatur; Schmerz im Lendenbereich gehört zum Bild.[1]

Im akuten Schub lahmt das Pferd deutlich, das Sprunggelenk kann warm und geschwollen sein. Nach Tagen bis Wochen geht es oft wieder lahmfrei. In diesen ruhigen Phasen hören wir häufig: „Es war wohl doch nichts." Der Spat ist dann nicht weg. Er meldet sich zurück, wenn die Auslöser bleiben.

Diagnose und tierärztliche Behandlung

Der Tierarzt beurteilt das Pferd in der Bewegung, macht eine Beugeprobe, grenzt den Schmerz mit einer örtlichen Betäubung ein und bestätigt die Diagnose mit dem Röntgenbild.[1] Wichtig für Sie: Die Stärke der Lahmheit und das Ausmaß der Röntgenveränderungen hängen nur lose zusammen.[1] Ein unauffälliges Bild bei deutlichen Zeichen ist deshalb kein Freispruch.

Zur tierärztlichen Behandlung gehören Entzündungshemmer, Injektionen ins Gelenk, Stoßwelle, eine Anpassung der Arbeit und in schweren Fällen die chemische oder chirurgische Versteifung der betroffenen Gelenke.[1] Nach einer Versteifung dauert die Rückkehr in den vollen Sport meist zehn bis zwölf Monate; die Aussichten gelten als ordentlich bis gut.[1] Welcher Weg passt, entscheidet Ihr Tierarzt.

Die vier Säulen der Begleitung

Der häufigste Fehler aus unserer Sicht: auf ein einzelnes Mittel zu setzen. Aus unserer Erfahrung als Tierheilpraktiker entscheidet die Summe.

Haltung

Spat-Pferde brauchen ständige freie Bewegung. Die Box, auch nur nachts, verstärkt die Steifheit. Ideal ist der Offenstall, sonst eine Box mit direkt angeschlossenem Paddock. In der Beratung sehen wir regelmäßig, dass der Wechsel in einen bewegungsfreundlichen Stall spürbar etwas verändert – bevor ein Ergänzungsfutter ins Spiel kommt.

Bewegung

  • 10 bis 15 Minuten ruhiger Schritt vor jeder Arbeit, im Winter länger
  • weicher, federnder Boden
  • keine engen Wendungen, kein Longieren am kurzen Seil
  • Gangwechsel sanft reiten, Springen reduzieren

Bei leichtem bis mittlerem Spat sind ruhige Ausritte, Bodenarbeit und Dressurarbeit über den Rücken gut möglich.

Hufbearbeitung

Aus unserer Beobachtung entscheidet die Hufsituation oft mehr über den Verlauf als alles andere. Die Bearbeitung muss sich am einzelnen Pferd ausrichten, ein Schema hilft hier wenig. Ein Beschlag, der die Last besser verteilt, kann sinnvoll sein. Weil Spat-Pferde die Hinterhand entlasten, tragen die Vorderbeine mehr – ein guter Hufbearbeiter hat alle vier Beine im Blick.

Fütterung

Heu ist die Basis, Kraftfutter gibt es sparsam und nach Bedarf. Zu viel Energie und Eiweiß hat den Spat oft mit angestoßen. Beim Mineralfutter achten wir auf das Verhältnis von Calcium zu Phosphor und verzichten auf hochdosierte synthetische Zusätze. Unsere Mineralbasis ist VetLine Surf and Turf Basic Mineral aus Algenkalk, Moor und Seealgen: 20 bis 40 g täglich, je nach Größe.

Aus unserer Praxis – Fütterungsbausteine bei Spat

Nehls Lauf-Fit Spezial Pferde (mit Zimt)

Vier getrocknete Kräuter, sonst nichts: Ginkgo, Weidenrinde, Ingwer und Zimt – herb, würzig-scharf und warm im Geruch. Sechs Wochen 50 g täglich, danach 30 bis 40 g bis zur zwölften Woche.

Wann dieses? Für ältere Pferde, bei denen Beweglichkeit im Alltag zum Thema geworden ist, und für Sportpferde, deren Halter eine klar benannte Karenzzeit brauchen: sieben Tage.

→ Nehls Lauf-Fit Spezial ansehen

Nehls Gelenk Stark

Schalentierpulver mit 59,5 Prozent Glucosamin, einem Baustein, der natürlicherweise im Gelenkknorpel vorkommt. Ein halber Esslöffel täglich, mindestens sechs Wochen am Stück. Nicht bei bekannter Schalentier-Unverträglichkeit.

Wann dieses? Als Partner zu den Kräutern – und für Turnierpferde als Baustein ohne dokumentierte Karenzzeit.

→ Nehls Gelenk Stark ansehen
Turnier, Trächtigkeit, Medikamente

Weidenrinde und Ingwer haben nach unserer Orientierung an den Anti-Doping-Regeln sieben Tage Karenzzeit. Die Verantwortung vor dem Start liegt beim Halter. Bei trächtigen Stuten, Magenproblemen oder laufender Medikation sprechen Sie die Fütterung bitte vorher mit Ihrem Tierarzt ab.

Wo wir bei Ihrem Pferd anfangen, klären wir im kostenlosen Erstgespräch – telefonisch unter 05642 988 8826, Mo–Fr 9–12 und 14–17 Uhr.

Häufige Fragen zu Spat beim Pferd

Kann ich mein Pferd mit Spat noch reiten?
In vielen Fällen ja. Bei leichtem bis mittlerem Spat sind ruhige Ausritte, Bodenarbeit und entspannte Dressur möglich. Wichtig sind langes Aufwärmen im Schritt, weicher Boden, keine engen Wendungen und sanfte Tempowechsel. Den Rahmen stecken Sie mit Ihrem Tierarzt ab.
Ist Spat heilbar?
Nein. Die Arthrose bildet sich nicht zurück. Wenn die betroffenen Gelenke knöchern durchgebaut sind, lassen die Schmerzen aber häufig nach. Bis dahin geht es darum, das Pferd möglichst lange gut laufen zu lassen.
Warum bekommt ein junges Pferd Spat?
Spat ist keine reine Alterskrankheit. Oft liegt der Grundstein in der Aufzucht, in der Stellung der Hinterbeine oder in einer einzelnen Verletzung. Bei Sportpferden kommt die Belastung hinzu.
Was tun bei einem akuten Spat-Schub?
Bei deutlicher Lahmheit, Wärme oder Schwellung am Sprunggelenk rufen Sie den Tierarzt. Bis dahin: ruhige Bewegung auf ebenem, weichem Boden, gute Einstreu, keine Arbeit. Längerfristig geht es an die Auslöser – Bewegung, Hufbearbeitung, Fütterung.
Darf ich meinem Turnierpferd Kräuter für den Bewegungsapparat füttern?
Ja, mit Abstand zum Start. Mischungen mit Weidenrinde und Ingwer setzen Sie sieben Tage vorher ab. Für Nehls Gelenk Stark und VetLine Surf and Turf ist keine Karenzzeit dokumentiert. Die Verantwortung vor dem Start liegt beim Halter.

Immer wieder Schübe – trotz Offenstall und gutem Schmied?

Manche Halter rufen bei uns an und sagen mit halbem Lachen: „An so Hokuspokus glaube ich eigentlich nicht, aber ich weiß nicht mehr weiter." Wir nehmen das nicht persönlich. Wenn der Spat trotz allem keine Ruhe gibt, schauen wir auf das ganze Pferd: Mineralstoffe, Stoffwechsel, Fütterung. Die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" ist dafür unser Werkzeug, keine Wahrheit – die Grundlage für einen Begleitplan, den Tatjana Siebert und unser Team mit Ihnen besprechen. (Nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest – ersetzt keine tierärztliche Diagnose.)

Zur „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" →
Quellen
  1. Rice, H., Brokken, M. T. (2025): Osteoarthritis of the Distal Tarsal Joints in Horses. MSD Veterinary Manual. msdvetmanual.com
Fachliche Einordnung
Dieser Ratgeber entstand im Tierheilkundezentrum Nehls aus der täglichen Praxisarbeit – auf Grundlage von über 26 Jahren Begleitung von Pferden, Ponys und Eseln – und wurde durch unser Beratungsteam mit unserer Tierheilpraktikerin Tatjana Siebert (VDT) redaktionell aufbereitet.

Im THZ Tierheilkundezentrum Nehls arbeiten wir Hand in Hand für das Wohl der Tiere: Während diese Veröffentlichungen auf der naturheilkundlichen Praxis unserer Tierheilpraktikerinnen beruhen, bringt Tierärztin Katrin Knecht (seit über 20 Jahren in der Naturheilkunde tätig) ihre tiermedizinische Expertise vor allem im Hintergrund ein. Sie hat die VetLine und unsere flüssigen Rezepturen entwickelt und steht im internen Fachkonsil bei schwierigen Fragestellungen zur Verfügung.

Zur Person:
Tatjana Siebert – Geprüfte Tierheilpraktikerin (VDT), zertif. Ernährungsberaterin für Tiere (Paracelsus/TÜV). Kundenberatung und Haaranalyse-Auswertung bei THZ.
Katrin Knecht – Tierärztin, seit über 20 Jahren in der Naturheilkunde tätig. Entwicklerin der VetLine und der flüssigen THZ-Rezepturen, internes Fachkonsil.
Grundlage sind über 26 Jahre praktische Begleitung von Pferden, Ponys und Eseln in der Naturheilkunde.
Stand: 2. Oktober 2026. Die Inhalte ersetzen keine tierärztliche Diagnostik oder Behandlung.
Wenn Sie reden wollen
Unser Beratungsteam mit Lara, Sabrina, Sina, Vanessa (angehende THP) und Tatjana (Geprüfte Tierheilpraktikerin VDT & zertifizierte Ernährungsberaterin für Tiere Paracelsus/TÜV) ist da, wenn Sie nach dem nächsten Schub nicht mehr wissen, wie es weitergeht. Wir nehmen uns Zeit für Ihren Fall – und wir sagen ehrlich, wann wir begleiten können und wann es der Tierarzt sein muss.
Auch wenn Sie skeptisch sind zur Naturheilkunde oder zur Bioresonanz – rufen Sie an: 05642 988 8826. Wir nehmen das nicht persönlich, im Gegenteil.