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Bewegungsapparat beim Pferd – Knochen, Skelett und die leise Sprache des Körpers

THZ Tierheilkundezentrum Nehls · Ratgeber Pferd

Knochen, Gelenke und Skelett beim Pferd

Warum der Bewegungsapparat leise spricht – und warum Bewegung, Mineralversorgung und Huf mehr entscheiden als jedes Gelenkpulver.

Kurze Antwort: Was brauchen Knochen und Gelenke beim Pferd?

Ihr Pferd tritt morgens aus der Box, und die ersten Schritte sind zögerlich. Kein klares Lahmen, eher ein Sortieren, bis der Körper in Gang kommt. Gerade bei Knochen, Gelenken und Skelett spricht der Pferdekörper oft leise – und deshalb wird so vieles lange übersehen. Knochen sind lebendes Gewebe: Sie bauen sich ständig um und reagieren auf Bewegung, Belastung und Fütterung. Bei jungen Pferden in Boxenhaltung ging der Mineralgehalt im Mittelfußknochen in einer Studie schon nach vier Wochen zurück, bei Weidepferden stieg er.[1]

Die THZ-Sicht: Die Basis entscheidet – freie Bewegung, ausgewogene Mineralien, ein gut bearbeiteter Huf. Erst danach reden wir über Ergänzungen. Bei deutlicher Lahmheit gilt: Tierarzt rufen – und uns gleich mit. Womit Sie anfangen ↓

Kurz zusammengefasst
  • Bewegung ist für den Knochen ein Baustoff. Ein Pferd, das 23 Stunden steht, bekommt ihn nicht.
  • Glucosamin und Co. sind keine Reparaturstoffe. Von 15 Pferdestudien zu Glucosamin-Präparaten erfüllten nur 3 einen Mindeststandard an Qualität.[2]
  • Bei Fohlen und Jährlingen zählen langsames Wachstum, nicht zu viel Energie und ausgewogene Mineralien.[3]
Womit begleiten? Erst die Basis, dann das Mittel

Lage: Ihr Pferd ist gesund, Sie wollen die Grundlage richtig machen. Dann steht die Mineralversorgung vorn: VetLine Surf and Turf Basic Mineral, naturbelassen und ohne synthetische Zusätze, 40 g täglich als Dauerbasis, Einstieg 1 kg. Nicht bei Schilddrüsenproblemen; ohne Hefezellwände gibt es die Sensitive-Variante.

Lage: Der Tierarzt hat Arthrose, Spat, Schale oder eine Hufrolle festgestellt, Ihr Pferd läuft sich morgens ein. Dann begleiten wir mit Nehls Gelenkwohl für Pferde, einer getrockneten Kräutermischung mit Weidenrinde, Ginkgo, Ingwer, Brennnessel und Mädesüß: 50 g täglich, mindestens sechs Wochen, Einstieg 500 g. Frisst Ihr Pferd keine Kräuter, gibt es Nehls easy tasty Knochen, Gelenke, Sehnen & Muskeln flüssig: zweimal täglich 8 ml, 100 ml zum Testen. Turnier: Gelenkwohl laut Produktseite 7 Tage Karenz; easy tasty enthält Teufelskralle und ist nicht für Turnierpferde. Bekommt Ihr Pferd Schmerzmittel oder Kortison, sprechen Sie vorher mit dem Tierarzt – Weidenrinde und Mädesüß enthalten Salicylverbindungen.

Lage: Es zwickt an mehreren Stellen, und keiner kann sagen, wo es anfängt. Wo wir ansetzen, klären wir im kostenlosen Erstgespräch – oder am Telefon unter 05642 988 8826, Mo–Fr 9–12 und 14–17 Uhr. Wer tiefer einsteigen will, nimmt die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse": Sie macht energetische Belastungsfelder sichtbar und ist unser Werkzeug – der Ausgangspunkt für einen Fütterungs-Begleitplan. (Nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest – ersetzt keine tierärztliche Diagnose.)

Alle genannten Produkte sind Ergänzungsfuttermittel und ersetzen keine tierärztliche Diagnostik oder Behandlung.

Knochen sind lebendig

Knochen sind keine starre Konstruktion. Sie werden laufend ab- und wieder aufgebaut, und der wichtigste Reiz dafür ist Belastung. Wie schnell das geht, zeigt eine Studie an jungen Arabern: Die Boxenpferde verloren ab Tag 28 Mineralgehalt im Mittelfußknochen, die Weidepferde gewannen dazu – und ein späteres Training holte den Rückstand nicht auf.[1]

Was wir aus über 26 Jahren Praxis sehen: Viele Pferde mit Gelenkthemen sind nicht „krank", sie sind einseitig belastet, unterversorgt oder schlicht zu wenig in freier Bewegung. Box, eine Stunde Reiten, Box. Das ist kein Vorwurf, Stallplätze mit großem Auslauf sind knapp und teuer. Aber es erklärt manches.

Junge Pferde: Wachstum braucht Zeit

Bei Fohlen und Jährlingen stehen die Entwicklungsstörungen des Skeletts im Vordergrund, allen voran die Osteochondrose. Die Tiermedizin nennt mehrere Ursachen zugleich: schnelles Wachstum, kohlenhydratreiche Fütterung, Mineralungleichgewichte wie Kupfermangel, Belastung des Knorpels und eine erbliche Veranlagung.[3] Häufig bleibt sie unbemerkt und taucht erst beim Röntgen zum Pferdekauf auf.[3]

Wir sehen das kritisch, wenn Fohlen mit energiereichem Starter schnell groß gemacht werden. Langsam wachsen, viel Bewegung auf wechselndem Boden, gutes Heu und ausgewogene Mineralien – das ist aus unserer Sicht die beste Aufzucht.

Erwachsene und ältere Pferde: die kleinen Zeichen

Selten kommt es dramatisch. Häufiger sind es Kleinigkeiten: Steifheit zu Beginn der Arbeit, kürzere Tritte auf hartem Boden, ein Pferd, das sich ungern biegt, beim Hufegeben zögert oder schneller müde wird als früher. Am Telefon finden wir oft erst im Gespräch heraus, wann es angefangen hat. Bitte achten Sie auf die Kleinigkeiten – und schreiben Sie sie auf.

Das gehört sofort zum Tierarzt
  • plötzliche, deutliche Lahmheit oder ein Bein, das nicht belastet wird
  • Wärme, Schwellung oder pochende Pulsation an Gelenk oder Huf
  • eine Lahmheit, die nach wenigen Tagen Ruhe bleibt
  • Steifheit mit Fieber, Schwitzen oder Muskelzittern

Tierarzt rufen – und uns gleich mit. Die Diagnose klärt, was hinter der Lahmheit steckt; erst dann wissen wir, was die Fütterung leisten kann.

Was dann im Einzelnen dahintersteckt – Arthrose, Spat, Schale, Hufrolle, Rücken –, beschreiben unsere Ratgeber Lahmheiten beim Pferd, Schale, Hufrollenentzündung und Kissing Spines.

Gelenkpräparate: was die Forschung sagt

Glucosamin, Chondroitin, MSM, Kollagen, Hyaluronsäure – die Regale sind voll. Eine Übersichtsarbeit prüfte 15 Pferdestudien zu Glucosamin-Präparaten; nur 3 erreichten den festgelegten Qualitätsstandard, die Ergebnisse ließen sich kaum sinnvoll deuten.[2] Dazu kommt die Bioverfügbarkeit: Oral gegebenes Glucosamin kam in einer Pferdestudie nur zu etwa 5 % im Körper an.[4]

Wir sagen das so offen, obwohl wir selbst Glucosamin im Sortiment haben. Für uns heißt das: Diese Bausteine sind keine Reparaturstoffe. Sie können Teil einer Fütterung sein, wenn die Basis stimmt – und nicht an ihrer Stelle.

Die Basis entscheidet

  • Bewegung: so viel freie Bewegung wie möglich, Offenstall oder Paddock, gleichmäßig statt Wochenend-Marathon.
  • Heu und Mineralien: gutes Heu als Grundlage, Mineralien ohne synthetische Zusätze. Knochen brauchen nicht nur Calcium, sondern ein ausgewogenes Verhältnis zu Phosphor und die Spurenelemente dazu.
  • Huf: regelmäßig und fachgerecht bearbeitet. Ein unbalancierter Huf belastet jedes Gelenk darüber.
  • Training: ein Plan, der dem Pferd Zeit lässt, mit Aufwärmen im Schritt und Pausen.

In der Beratung erleben wir oft, dass schon kleine Änderungen viel bewegen: eine Stunde mehr Paddock, ein anderer Untergrund, ein Mineral ohne Zusätze. Und dann braucht es Geduld. Knochen und Knorpel verändern sich langsam. Es dauert. Ob ein Weg stimmt, zeigt sich nach Wochen und Monaten, nicht nach Tagen.

Wenn Sie nicht wissen, ob bei Ihrem Pferd zuerst Huf, Haltung oder Fütterung dran ist: Rufen Sie uns an unter 05642 988 8826, Mo–Fr 9–12 und 14–17 Uhr, oder vereinbaren Sie ein kostenloses Erstgespräch.

Häufige Fragen zu Knochen und Gelenken beim Pferd

Was ist gut für die Gelenke beim Pferd?
Vor allem freie Bewegung, ein gut bearbeiteter Huf, ein passendes Gewicht und eine ausgewogene Mineralversorgung. Ergänzungen kommen danach. Bei Lahmheit klärt zuerst der Tierarzt die Ursache.
Bringt Glucosamin beim Pferd etwas?
Die Studienlage ist dünn: In einer Übersichtsarbeit erfüllten nur 3 von 15 Pferdestudien einen Mindeststandard an Qualität, und oral kommt nur ein kleiner Teil im Körper an. Wir sehen Glucosamin als möglichen Baustein der Fütterung, nicht als Reparaturstoff.
Schadet Boxenhaltung den Knochen?
Bei jungen Pferden ging der Mineralgehalt im Mittelfußknochen in Boxenhaltung in einer Studie schon nach vier Wochen zurück, bei Weidepferden stieg er. Knochen brauchen Belastung. Freie Bewegung ist deshalb in jedem Alter wichtig.
Woran erkenne ich Gelenkprobleme bei meinem Pferd früh?
An Steifheit zu Beginn der Arbeit, kürzeren Tritten auf hartem Boden, Unlust beim Biegen, Zögern beim Hufegeben und schnellerer Müdigkeit. Einzeln sind die Zeichen unspezifisch. Wenn sie sich häufen, lassen Sie Ihr Pferd tierärztlich untersuchen.
Was braucht ein Fohlen für gesunde Knochen?
Langsames Wachstum, viel Bewegung auf wechselndem Boden, nicht zu viel Energie im Futter und ausgewogene Mineralien. Schnelles Wachstum und kohlenhydratreiche Fütterung zählen zu den Risikofaktoren für Entwicklungsstörungen wie die Osteochondrose.

Ihr Pferd läuft nicht rund – und keiner findet den Grund?

Manche Halter rufen bei uns an und sagen mit halbem Lachen: „An so Hokuspokus glaube ich eigentlich nicht, aber ich weiß nicht mehr weiter." Wir nehmen das nicht persönlich – im Gegenteil. Unser Ausgangspunkt ist die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse", seit 2021 rund 3.300-mal gemacht; Tatjana Siebert und unser Team besprechen das Ergebnis persönlich mit Ihnen und leiten daraus den Fütterungs-Begleitplan ab. Sie macht energetische Belastungsfelder sichtbar und ist unser Werkzeug. (Nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest – ersetzt keine tierärztliche Diagnose.)

Zur „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" →
Quellen
  1. Hoekstra KE, Nielsen BD, Orth MW, Rosenstein DS, Schott HC, Shelle JE (1999): Comparison of bone mineral content and biochemical markers of bone metabolism in stall- vs. pasture-reared horses. Equine Veterinary Journal Supplement 30, 601–604.
  2. Pearson W, Lindinger M (2009): Low quality of evidence for glucosamine-based nutraceuticals in equine joint disease: review of in vivo studies. Equine Veterinary Journal 41(7), 706–712.
  3. Durgam SS (2025): Osteochondrosis in Horses. MSD Veterinary Manual.
  4. Valigura H, Cavinder C: Equine Joint Supplementation: Does It Really Work? Mississippi State University Extension, Publikation P3646.
Fachliche Einordnung
Dieser Ratgeber entstand im Tierheilkundezentrum Nehls aus der täglichen Praxisarbeit – auf Grundlage von über 26 Jahren Begleitung von Pferden, Ponys und Eseln – und wurde durch unser Beratungsteam mit unserer Tierheilpraktikerin Tatjana Siebert (VDT) aufbereitet.

Im THZ Tierheilkundezentrum Nehls arbeiten wir Hand in Hand für das Wohl der Tiere: Während diese Veröffentlichungen auf der naturheilkundlichen Praxis unserer Tierheilpraktikerinnen beruhen, bringt Tierärztin Katrin Knecht (seit über 20 Jahren in der Naturheilkunde tätig) ihre tiermedizinische Expertise vor allem im Hintergrund ein. Ihr Schwerpunkt liegt in der wissenschaftlichen Mitarbeit an unseren Rezepturen sowie im internen Fachkonsil bei schwierigen Fragestellungen.

Zur Person:
Tatjana Siebert – Geprüfte Tierheilpraktikerin (VDT), zertif. Ernährungsberaterin für Tiere (Paracelsus/TÜV). Kundenberatung und Haaranalyse-Auswertung bei THZ.
Katrin Knecht – Tierärztin, seit über 20 Jahren in der Naturheilkunde tätig. Wissenschaftliche Mitarbeit an den THZ-Rezepturen, internes Fachkonsil.
Grundlage ist die praktische Begleitung von Pferden, Ponys und Eseln mit Erkrankungen des Bewegungsapparates in der Naturheilkunde.
Stand: 2. November 2026. Die Inhalte ersetzen keine tierärztliche Diagnostik oder Behandlung.
Wenn Sie reden wollen
Unser Beratungsteam mit Lara, Sabrina, Sina, Vanessa und Tatjana (Geprüfte Tierheilpraktikerin VDT & zertifizierte Ernährungsberaterin für Tiere Paracelsus/TÜV) ist da – mit Ihren Fragen zu Knochen, Gelenken, Huf und Fütterung. Wir sagen ehrlich, wann wir begleiten können und wann es der Tierarzt sein muss.
Auch wenn Sie skeptisch sind zur Naturheilkunde oder zur Bioresonanz – rufen Sie an: 05642 988 8826. Wir nehmen das nicht persönlich, im Gegenteil.