Kurze Zusammenfassung: Kräuterfütterung bei Tieren
Kräuter können eine sinnvolle Ergänzung in der täglichen Fütterung von Pferden, Hunden und Katzen sein. Entscheidend ist dabei nicht nur die Qualität der verwendeten Pflanzen, sondern vor allem die sorgfältige Zusammensetzung der Mischung, die richtige Dosierung sowie eine langfristig verträgliche Auswahl der einzelnen Kräuter. Über Jahrzehnte entwickelte Rezepturen berücksichtigen diese Faktoren und zielen darauf ab, Kräuter so zu kombinieren, dass sie gut akzeptiert werden und sich sinnvoll in eine naturnahe Fütterung integrieren lassen.
Eine Kräutermischung für Tiere ist eine gezielt zusammengestellte Kombination mehrerer Pflanzen, deren Mengenverhältnis so abgestimmt ist, dass Verträglichkeit, Akzeptanz und Alltagstauglichkeit in der regelmäßigen Fütterung erhalten bleiben. Gerade bei Kräutern für Pferde, Kräutern für Hunde und Kräutern für Katzen entscheidet nicht nur die Auswahl der Pflanzen, sondern vor allem das genaue Verhältnis der einzelnen Bestandteile über die Balance der Mischung.
Fachliche Einordnung: Kräuterfütterung bei Tieren
Dieser Ratgeber wurde auf Basis der langjährigen Erfahrungen unserer Tierheilpraktikerin, unseren Beraterinnen und unserer Tierärztin Katrin Knecht erstellt. Grundlage sind über zwei Jahrzehnte praktische Begleitung und fachliche Einordnung.
Kräuter spielen in der Tierernährung seit vielen Generationen eine Rolle. In der modernen Fütterung geht es dabei weniger um einzelne Pflanzen, sondern um das Zusammenspiel verschiedener Kräuter in einer ausgewogenen Mischung. Entscheidend ist das Verhältnis der einzelnen Pflanzen zueinander, denn erst das Zusammenspiel der Inhaltsstoffe bestimmt, wie gut eine Kräuterkomposition in die tägliche Fütterung integriert werden kann.
Viele Kräuter enthalten natürliche Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und aromatische Pflanzenbestandteile. Erst durch eine gezielte Kombination mehrerer Pflanzen lässt sich eine Mischung schaffen, die langfristig verträglich bleibt und sich gut in eine regelmäßige Fütterung einfügt. Genau diese Balance aus Erfahrung, Beobachtung und praktischer Anpassung spielt bei der Entwicklung bewährter Kräuterrezepturen eine zentrale Rolle.
Gerade bei Kräutermischungen für Tiere zeigt sich in der Praxis immer wieder, dass nicht einzelne Pflanzen, sondern die Kombination aus verschiedenen Kräutern entscheidend ist. Unterschiedliche Pflanzen bringen jeweils eigene Eigenschaften, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe mit. In einer ausgewogenen Rezeptur ergänzen sich diese Bestandteile und bilden gemeinsam eine stimmige Grundlage für die tägliche Fütterung.
FAQ: Kräuterfütterung bei Tieren
Warum ist die Qualität der Kräuter so wichtig
Die Qualität der Rohstoffe entscheidet darüber, wie gut eine Kräutermischung in die tägliche Fütterung integriert werden kann. Sorgfältig getrocknete und sauber verarbeitete Pflanzen werden in der Regel besser akzeptiert und lassen sich leichter unter das Futter mischen.
Kann man Kräutermischungen einfach selbst zusammenstellen
Das Zusammenstellen von Kräutermischungen ist komplexer, als es zunächst erscheint. Entscheidend ist das genaue Verhältnis der einzelnen Kräuter. Ohne Erfahrung kann es passieren, dass einzelne Pflanzen zu stark vertreten sind oder sich gegenseitig überlagern.
Sind Kräuter für eine dauerhafte Fütterung geeignet
Einige Kräuter gelten traditionell als gut verträglich und werden über längere Zeiträume gefüttert. Andere Pflanzen eignen sich eher für eine zeitlich begrenzte Gabe. Für Mischungen zur regelmäßigen Fütterung werden daher bevorzugt Kräuter gewählt, die sich langfristig bewährt haben.
Wie können Kräuter gefüttert werden
Kräuter können pur gefüttert, unter das Futter gemischt oder mit Wasser übergossen werden. Manche Tierhalter bereiten aus Kräutern auch einen Tee zu und geben diesen anschließend zum Futter.
Was tun, wenn ein Tier Kräuter nicht gerne frisst
In solchen Fällen empfiehlt es sich, zunächst kleine Mengen unter das Futter zu mischen und die Menge langsam zu steigern. Alternativ können Kräuter mit Wasser übergossen oder als flüssige Kräuterzubereitung verfüttert werden.
Nicht nur die Qualität der Kräuter für Tiere ist für die Fütterung ganz entscheidend!
Was ist zu beachten bei der Fütterung von Kräutern?
Für die Rezepturen der vielen verschiedenen Nehls Kräuter- und Pflanzenmischungen hat Claudia Nehls sehr viel Zeit investiert, um genau auszuloten, wie viel des einzelnen Krautes in eine Mischung gehört, um diese so effektiv und verträglich wie nur eben möglich zu kreieren.
Die Nehls Mischungen sind exakt für die jeweiligen Tiere konzipiert. Die Anwendungsfälle sind über Jahrzehnte erprobt.
Credo bei Nehls ist: Weniger ist mehr und das in einem optimalen Mass gemischt. Wir haben bewusst Kräuter und Pflanzen weggelassen, die man in anderen Mischungen findet. Wir verzichten z.B. auch auf Echinazea/Sonnenhut aufgrund der möglichen umfangreichen Nebenwirkungen und der auch allergenen Wirkung. Kräuter, die langfristig gefüttert werden sollen, müssen auch für eine langfristige bzw. dauerhafte Fütterung konzipiert worden sein.
Denn: Nicht jedes Kraut ist für eine dauerhafte Fütterung geeignet! Wir haben nur Mischungen, die für die Dauerfütterung geeignet sind. Unser Konzept ist es ja gerade, dass unsere Kräutermischungen, wie Tinkerkräuter, Allroundkräuter, Vitamin Power, Abwehrstark und viele mehr zur Grundversorgung gehören sollten.
Einen Gewöhnungseffekt gibt es definitiv nicht bei Kräutern! Lassen Sie sich daher nicht täuschen, wenn vom "Gewöhnungseffekt" gesprochen wird, dieser entfällt bei der Fütterung von Kräutern eben so wenig, wie bei jedem anderen Futtermittel auch!
Die Rezeptur - worauf es ankommt
Eine Kräutermischung für Tiere kann man nicht einfach nachbauen, indem man sich aus der Apotheke die einzelnen Kräuter besorgt und nach eigenem Gutdünken zusammen mischt.
Die Anteile in einer Mischung sind das wirklich Ausschlaggebende. Kräuter für Pferde, Hunde & Katzen sollten nicht auf eigene Faust gemischt und zusammengestellt werden. Hier lauern einige Gefahren, wie auch dieser Artikel verrät!
Das Gleiche gilt auch für den "Nachbau" bewährter Kräuter für Tiere Mischungen. Wir betonen ausdrücklich, dass der Anteil des einzelnen Krautes den Erfolg und oft auch die Verträglichkeit sowie auch das Zusammenspiel der Anteile der einzelnen Kräuter eine Rezeptur ausmacht!
Eigene Mischungen bergen Risiken: Im einfachsten Fall bleibt nur eine Wirkung aus, gegebenenfalls treten sogar unschöne Wirkungen auf, wenn der Einzelanteil nicht stimmt! Auch ist davor zu warnen, ein bestimmtes Kraut in relativ hoher Menge, also Konzentration, über längere Zeit zu füttern. Je nach dem, um welches Einzelkraut es sich hier handelt, können auch hier unschöne Nebenwirkungen von der Fütterung ausgehen.
Die verschiedenen Mengenanteile des einzelnen Krautes in einer Mischung genau auszuloten, denn umso passender die Einzelkräuter zueinander im Verhältnis stehen, desto effektiver ist eine Kräuterkomposition.
Dieses "genaue Ausloten" ist oft gar nicht so einfach und bedeutet sich eine Menge Zeit zu lassen, bis eine Rezeptur fertig ist. Jede unserer Rezepturen wurde so lange in den Mengenanteilen angepasst, bis das Ergebnis perfekt war, hierzu braucht es oft viele Monate intensiver Studien in der Praxis.
Denn meist bringt es wenig, eine nicht im richtigen Verhältnis stehende Mischung der einzelnen Kräuter zu füttern, da sich diese unter Umständen in ihrer Wirksamkeit aufheben und/oder abschwächen können oder auch ein einzelnes Kraut geradezu von den anderen Kräutern "übertüncht" wird, demnach von diesem Kraut gar kein Nutzen mehr ausgeht.
Mineralstoffe und Kräuter
Bei der Kräuterfütterung zur natürlichen Mineralstoffversorgung von Pferden, Hunden & Katzen gilt: Um die bedarfsgerechte Deckung des Mineralstoffhaushalts mit einer Kräutermischung zu praktizieren, muss einiges beachtet werden: Wir wählen die Kräuter müssen, dass der Bedarf entsprechend durch die Einzelkräuter gedeckt werden kann. Da nicht alles, je nach Boden, nicht über Kräuter gedeckt werden kann, ist unser Surf & Turf Mineral die beste Ergänzung. Wir haben hierfür entsprechende Sets zusammengestellt.
Da viele Mineralmischungen künstliche Zusätze enthalten, kann sich ein Pferd nicht auf die reine Natur umstellen und braucht eine gewisse Zeit, bis es die pure Natur annimmt. Das ist wie bei uns und Kindern, wenn man immer gezuckerte Joghurts ist, schmeckt Joghurt mit ungezuckerten Früchten erst einmal nicht so gut.
Fütterungstipps für Kräuter
Vorweg sei einmal gesagt, dass wir bei allen Kräutermischungen auch ganz besonders auf einen guten Geschmack geachtet habe und in der Regel überhaupt gar keine Akzeptanzprobleme auftreten!
Die Tiere lieben ihre tägliche Kräuterportion und stürzen sich geradezu auf ihre Kräuter. Aber wie bei anderen Futtermitteln auch, gibt es natürlich hier und da dann doch schon einmal einen besonders mäkligen Kandidaten, der meist Katze heißt. Bei Katzen hat es sich daher besonders bewährt, entweder einen Tee aus den Kräutern zuzubereiten oder gleich die flüssigen Kräuter für Tiere zu bevorzugen. Grundsätzlich gilt bei Akzeptanzproblemen: Viel Futter, wenig Kräuter, so, dass der Geschmack vom Futter überdeckt wird.
Generell empfehlen wir, die Kräuter für Pferde und die Kräuter für Hunde, Katzen & Kleintiere als ganzes Kraut zu füttern. Die Kräuter für Pferde und Kräuter für Hunde, Katzen & Kleintiere können jedoch auch als Tee zubereitet oder mit nicht zu heißem Wasser übergossen gefüttert werden.
Als ganzes Kraut können die Kräuter für Tiere bei Pferden, Ponys und Eseln pur gefüttert oder dem Pferdefutter untergemischt werden. Das Untermischen ins Krippenfutter hat sich bei Pferden, Ponys und Eseln besonders bewährt. Viele fressen ihre tägliche Kräuterportion jedoch auch direkt pur aus der Krippe.
Bei Hunden, Katzen und Kleintieren werden Nehls Kräuter für Tiere dem Futter gut untergemischt und mit dem Futter vermengt. Sollten ausnahmsweise doch einmal Akzeptanzprobleme auftreten, füttern Sie bitte erst eine kleine Menge, z. B. eine Prise der jeweiligen Kräutermischung, und steigern langsam auf die Menge Kräuter, die Ihr Tier akzeptiert bzw. auf die empfohlene Tagesration.
Bei Akzeptanzproblemen mit den getrockneten Kräutern für Tiere sollten Sie auf unsere flüssigen Kräuter für Tiere umzusteigen. Bei den flüssigen Kräuter für Tiere Mischungen sind Akzeptanzprobleme ausgeschlossen und das Problem der Nichtakzeptanz somit schnell und ein für alle Mal gelöst!
Füttern Sie verschiedene Kräutermschungen gleichzeitig, so empfehlen wir, erst einmal jede Kräuter für Tiere Mischung einzeln zu füttern, damit herausgefunden wird, welche Kräuter Mischung eventuell nicht so gerne gefressen wird.
Diese Kräutermischung fügen Sie dann bitte zukünftig erst einmal in kleiner Menge, beispielsweise eine Prise, bei und steigern langsam bis zur Akzeptanzgrenze. Eine andere Möglichkeit wäre, einen Tee aus den nicht so gut akzeptierten Kräutern für Tiere zuzubereiten und diesen dann entweder direkt oral zu verabreichen oder den Tee dem Futter beizufügen.
Die flüssigen Mischungen für Pferde werden mit der beiliegenden Spritze oral gefüttert. Akzeptanzprobleme gibt es hierbei nicht. Falls die flüssigen Kräuter für Pferde nicht oral gefüttert werden können, empfiehlt sich die Gabe im Futter.
Bei Pferden, welche generell problematisch reagieren, wenn ihnen eine Substanz ins Maul gespritzt werden soll hier ein kleiner Tipp: Diese Pferde sollten positive Erfahrungen sammeln (nicht nur die vormals negativen Wurmkurerfahrungen): Probieren Sie die Gabe von ungezuckertem Apfelmus, Möhren- bzw. Rote Beete Saft in der Maulspritze und wiederholen Sie diese immer mal wieder zur Erinnerung; so lässt sich mit etwas Geduld bald jede Flüssigkeit oral ins Pferd bringen.
Bei Hunden und Katzen werden die flüssigen Kräuter für Hunde und Kräuter für Katzen dem Hundefutter bzw. Katzenfutter untergemengt. Selbstverständlich können Sie sie auch oral füttern, jedoch ist die Gabe mit dem Futter vermengt die praktischere Lösung!
Zum Schluss noch ein Rezept für leckere Kräuterbons:
Kräuterbons: Vollkornmehl, ½ Prise Himalaya-Salz plus die jeweilige Kräutermischung, Menge nach Augenmaß, angegeben sind hier ca. 8 Esslöffel auf ½ Glas Wasser, ggf. noch etwas Honig zufügen: Salz, Kräuter und Wasser miteinander vermengen, nun so viel Mehl hinzufügen, dass ein fester Brei entsteht. In kleinen Häufchen auf ein Backblech geben und 20 Minuten bei 200 Grad backen, dann abkühlen lassen. Erst nach zwei Tagen verfüttern und luftig lagern.
