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Ginkgo (Ginkgo biloba) – Pflanzenkunde, Inhaltsstoffe & Einordnung für Pferd, Hund und Katze

Kurze Zusammenfassung

Ginkgo (Ginkgo biloba) ist ein Baum aus der Familie der Ginkgogewächse (Ginkgoaceae), dessen charakteristische fächerförmige Blätter seit Jahrhunderten in der Pflanzenkunde beschrieben werden.

Der Ginkgobaum gilt als eine der ältesten heute noch existierenden Baumarten und wird häufig als „lebendes Fossil“ bezeichnet. Ursprünglich stammt er aus Ostasien, wird jedoch heute weltweit kultiviert.

Besonders bekannt sind die Blätter des Ginkgobaums, aus denen verschiedene Extrakte hergestellt werden. Diese enthalten unter anderem Flavonoid-Glykoside und Terpenlactone, die in der wissenschaftlichen Forschung intensiv untersucht wurden.

Während im Humanbereich eine umfangreiche klinische Studienlage zu Ginkgo biloba existiert, ist die wissenschaftliche Datenlage bei Tieren deutlich begrenzter. Erkenntnisse aus Humanstudien und Modellorganismen können daher nur als wissenschaftlicher Kontext dienen.

Fachliche Einordnung

Diese Pflanze wurde auf Basis der langjährigen Erfahrungen unserer Gründerin und Tierheilpraktikerin Nehls für unsere Kräutermischungen ausgewählt. Grundlage sind über zwei Jahrzehnte praktische Begleitung und fachliche Einordnung.

Der Ginkgobaum besitzt eine besondere Stellung innerhalb der Pflanzenwelt. Er ist die einzige heute noch existierende Art der Familie Ginkgoaceae und stellt eine eigenständige evolutionäre Linie dar.

Botanisch unterscheidet sich Ginkgo deutlich von den meisten anderen Baumarten. Seine fächerförmigen Blätter besitzen eine charakteristische Blattaderung, die sich gabelartig verzweigt.

Die Pflanze kann Höhen von über 30 Metern erreichen und ist für ihre hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Umweltbedingungen bekannt.

In der wissenschaftlichen Forschung liegt der Fokus vor allem auf den Inhaltsstoffen der Blätter sowie auf standardisierten Extrakten. Diese werden in pharmakologischen Studien untersucht, insbesondere im Zusammenhang mit neurophysiologischen und vaskulären Mechanismen.

FAQ

Was ist Ginkgo?

Ginkgo (Ginkgo biloba) ist ein Baum aus der Familie der Ginkgogewächse. Besonders bekannt sind seine fächerförmigen Blätter.

Wo wächst Ginkgo?

Ursprünglich stammt der Baum aus Ostasien. Heute wird er weltweit als Zier- und Nutzbaum kultiviert.

Welche Inhaltsstoffe enthält Ginkgo?

Die Blätter enthalten verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe, darunter Flavonoid-Glykoside und Terpenlactone.

Welche Pflanzenteile werden verwendet?

In der Pflanzenkunde werden vor allem die Blätter des Ginkgobaums beschrieben.

Botanische Beschreibung

Ginkgo biloba ist ein sommergrüner Baum, der Höhen von über 30 Metern erreichen kann.

Die Blätter besitzen eine charakteristische fächerartige Form und eine besondere Blattaderung, die sich gabelartig verzweigt.

Die Bäume können ein sehr hohes Alter erreichen und gelten als besonders widerstandsfähig gegenüber Umweltstress.

Ginkgo stammt ursprünglich aus China und wurde von dort aus in viele Regionen der Welt verbreitet.

Inhaltsstoffe

Die wissenschaftlich relevanten Inhaltsstoffe von Ginkgo biloba lassen sich in mehrere Gruppen einteilen.

Flavonoid-Glykoside
Zu den wichtigsten gehören Derivate von Quercetin, Kaempferol und Isorhamnetin.

Terpenlactone
Hierzu zählen insbesondere die Ginkgolide (A, B, C) sowie Bilobalid.

Proanthocyanidine
Diese gehören zu den phenolischen Pflanzenstoffen.

Organische Säuren
Ginkgo enthält verschiedene organische Säuren und pflanzliche Begleitstoffe.

Ginkgolsäuren
Diese kommen natürlicherweise in geringen Mengen vor und werden in standardisierten Extrakten reduziert.

Wissenschaftliche Einordnung

Beim Menschen existiert zu Ginkgo biloba eine umfangreiche klinische und pharmakologische Studienlage.

Diese Forschung beschäftigt sich unter anderem mit neurophysiologischen Prozessen, Gefäßregulation sowie antioxidativen Mechanismen.

Humanstudien dürfen jedoch nur als wissenschaftliche Einordnung verwendet werden. Sie stellen keinen Wirknachweis für Tiere dar.

Diese Studien beziehen sich bewusst auf den Menschen. Eine direkte Übertragung auf Tiere ist wissenschaftlich nicht ohne Weiteres möglich.

Im Pferdebereich existieren kaum spezifische Interventionsstudien zur oralen Anwendung von Ginkgo-Extrakt. Die wissenschaftliche Einordnung stützt sich hier vor allem auf allgemeine physiologische Mechanismen.

Für Esel liegen ebenfalls keine spezifischen Studien vor.

Beim Hund existieren einzelne experimentelle und klinisch orientierte Untersuchungen zu Ginkgo-Extrakten im Zusammenhang mit kognitiven Funktionen oder altersassoziierten Veränderungen. Diese Studien sind jedoch meist klein und explorativ angelegt.

Für Katzen ist die Datenlage ebenfalls begrenzt. Es existieren vereinzelte experimentelle Untersuchungen und veterinärmedizinische Berichte, jedoch keine umfangreichen kontrollierten klinischen Studien.

In Modellorganismen wie Mäusen und Ratten wurde Ginkgo biloba intensiv untersucht. In diesen Studien standen neuronale Signalwege, oxidativer Stress, mitochondriale Prozesse sowie Lern- und Gedächtnisparameter im Fokus.

Diese Arbeiten liefern wichtige mechanistische Erkenntnisse, stellen jedoch Modellforschung dar und sind nicht direkt auf Haustiere übertragbar.

Einordnung beim Pferd

Für Pferde existieren derzeit kaum kontrollierte Studien zur Anwendung von Ginkgo biloba.

Einzelne experimentelle Untersuchungen beschäftigen sich mit vaskulären Effekten von Ginkgo-Extrakten in Gewebeproben, beispielsweise an equinen Gefäßen.

Diese Studien liefern Hinweise auf mögliche physiologische Zusammenhänge, stellen jedoch keine praktischen Anwendungsempfehlungen dar.

Einordnung für Hunde

Beim Hund wurden Ginkgo-Extrakte in einzelnen Studien im Zusammenhang mit altersassoziierten Veränderungen oder kognitiven Funktionen untersucht.

Diese Arbeiten sind meist explorativ und erlauben keine generalisierbaren Aussagen.

Einordnung für Katzen

Für Katzen existieren nur wenige wissenschaftliche Untersuchungen zu Ginkgo biloba. Die vorhandene Literatur ist überwiegend experimenteller Natur.

Traditionelle Nutzung

Die Nutzung von Ginkgo hat eine lange Tradition in Ostasien.

Die Blätter des Baumes wurden in verschiedenen kulturellen Kontexten beschrieben und fanden Eingang in unterschiedliche pflanzenkundliche Anwendungen.

Heute werden Ginkgo-Extrakte weltweit untersucht und in verschiedenen Produkten verwendet.

Wissenschaftliche Literatur

Smith JV, Luo Y. Studies on molecular mechanisms of Ginkgo biloba extract.
Brain Res Rev. 2004.

DeFeudis FV, Drieu K. Ginkgo biloba extract (EGb 761) and CNS functions.
Basic evidence. Pharmacology.

Gauthier & Schlaefke (2014). Efficacy and tolerability of EGb 761 in dementia: systematic review & meta-analysis.

Tan et al. (2024). EGb 761 in mild dementia: meta-analysis.

Zhang et al. (2016). Overview of systematic reviews of Ginkgo biloba (MCI & dementia).

Pittler & Ernst (2000, Am J Med). Ginkgo for intermittent claudication: meta-analysis.

Quaranta et al. (2003). Ginkgo in normal-tension glaucoma—crossover RCT.

Guo et al. (2014). Ginkgo in NTG—visual field & contrast sensitivity (randomized crossover).Lee et al. (2013).

GBE and long-term visual field progression in NTG.

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Woelk et al. (2007, J Psychiatr Res). EGb 761 in generalized anxiety & adjustment disorder (RCT).

Pferde
Mallem et al. (2019). Ginkgo (and red-wine) extract: vasorelaxant & antioxidant effects in equine digital veins (ex vivo). 

Hund
Head E et al. Canine cognitive dysfunction: pathophysiology and clinical management.
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Reichling et al. (2006). Open multicenter trial: Ginkgo leaf extract in elderly dogs with behavioral disturbances

Arauji A et al. Improvement of short-term memory performance in aged beagles by a nutraceutical supplement containing phosphatidylserine, Ginkgo biloba, vitamin E, and pyridoxine

Dobson et al. (2013, congress abstract). EGb 761 improves behavioral activity & cerebral blood flow in aged beagles.

Katze (begrenzte Evidenz / Überblick)
Gunn-Moore D et al. Feline cognitive dysfunction syndrome.

Lacour et al. (1991). EGb 761 accelerates vestibular compensation after neurectomy (cat model).https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/1805241/


Kleintiere / Modellforschung
Ahlemeyer B, Krieglstein J. Neuroprotective effects of Ginkgo biloba extract.
Cell Mol Life Sci. 2003.

PubMed: Smith JV et al. Ginkgo biloba extract and neuroprotection: mechanisms in rodent models.

Effect of a phytopharmaceutical medicine, Ginko biloba extract 761, in an animal model of Parkinson's disease: Therapeutic perspective

 

Interne Verlinkung

Fenchel (Foeniculum vulgare) – Pflanzenkunde und Inhaltsstoffe
Thymian (Thymus vulgaris) – botanische Einordnung
Kamille (Matricaria chamomilla) – Pflanzenkunde und traditionelle Nutzung
Brennnessel (Urtica dioica) – Inhaltsstoffe und botanische Herkunft