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Dicke, übergewichtige Katzen

THZ Tierheilkundezentrum Nehls · Ratgeber Katze

Übergewicht bei Katzen

Erkennen, langsam abnehmen, die Fettleber vermeiden – aus über 26 Jahren Praxis.

Direkte Antwort: Ab wann ist eine Katze zu dick – und was hilft?

Eine Katze ist übergewichtig, wenn ihre Rippen unter einer Fettschicht kaum noch zu tasten sind und die Taille fehlt. Übergewicht macht Diabetes, Gelenkprobleme und Hauterkrankungen deutlich wahrscheinlicher. Beim Abnehmen gilt bei Katzen eine Regel, die es beim Hund so nicht gibt: Niemals hungern lassen. Eine dicke Katze, die tagelang wenig frisst, kann eine lebensbedrohliche Fettleber entwickeln. Aus unserer Erfahrung als Tierheilpraktiker klappt es deshalb nur langsam – mit fleischbetontem Futter, genau berechneten Mengen und viel Spiel.

Womit begleiten? Erst die Lage, dann das Mittel

Wenn der Tierarzt Ihre Katze durchgecheckt hat und sie einfach zu viel auf den Rippen hat. Dann stellen wir die Fütterung um – zum Beispiel auf das Nehls Truthahn-Menü, ein Alleinfutter mit 108 kcal pro 100 g, ohne Getreide und Zucker. Die Menge berechnen wir auf das Zielgewicht. Dazu kommt Nehls Bigdogcats, eine Kräutermischung für Hund und Katze: 1 Teelöffel am Tag, die 250-g-Packung reicht für die ersten sechs Wochen.

Wenn Ihre Katze trotz kleinerer Portionen nicht abnimmt. Dann schauen wir auf Darm und Leber – mit VetLine Metabo Rapid, immer zusammen mit Entero Clean Basic. Wie wir das bei Katzen einsetzen, steht weiter unten ↓.

Wenn Sie unsicher sind, wie viel Ihre Katze fressen darf. Dann rechnen wir im kostenlosen Erstgespräch mit Ihnen durch, was sie für ihr Zielgewicht braucht – oder telefonisch unter 05642 988 8826. Wer tiefer einsteigen will, nimmt die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" als Ausgangspunkt für einen Begleitplan. (Nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest – ersetzt keine tierärztliche Diagnose.)

Alle genannten Produkte sind Futter- bzw. Ergänzungsfuttermittel und ersetzen keine tierärztliche Diagnostik oder Behandlung.

Ist meine Katze zu dick? So schätzen Sie sie ein

Tierärzte beurteilen Katzen mit dem Body Condition Score (BCS) auf einer Neun-Punkte-Skala, die Dorothy Laflamme 1997 für Katzen entwickelt hat. Ideal ist 5 von 9.[1]

  • Rippen: Mit leichtem Druck einzeln tastbar, unter einer dünnen Fettschicht.
  • Taille: Von oben ist hinter den Rippen eine Einziehung zu sehen.
  • Bauch: Nur ein kleines Fettpolster. Ein deutlich hängender, schwingender Bauch ist ein Zeichen für Übergewicht.

Weil Sie Ihre Katze täglich streicheln, fallen schleichende Veränderungen kaum auf. Unser Tipp: Wiegen Sie Ihre Katze alle zwei Wochen – erst sich selbst auf der Personenwaage, dann mit Katze auf dem Arm – und notieren Sie den Wert.

Was Übergewicht bei Katzen anrichtet

Eine große Studie der Cornell University mit rund 2.000 Katzen aus 31 Tierarztpraxen zeigte: Übergewichtige Katzen erkrankten etwa viereinhalbmal so häufig an Diabetes. Adipöse Katzen wurden mehrfach häufiger wegen Gelenkproblemen lahm und hatten im mittleren Alter von sechs bis zwölf Jahren ein doppelt so hohes Sterberisiko.[2] Dazu kommen Hautprobleme, weil sich dicke Katzen nicht mehr überall putzen können.

Warum Katzen zunehmen

In derselben Cornell-Studie waren kastrierte Katzen gut dreimal so oft übergewichtig, Wohnungskatzen doppelt so oft. Das deckt sich mit dem, was wir am Telefon hören:

  • Kastration und Alter: Der Energiebedarf sinkt, die Futtermenge bleibt gleich.
  • Wohnungshaltung: Wenig Jagen, Klettern und Laufen.
  • Futter zur freien Verfügung: Ein immer voller Napf, dazu Leckerlis und Reste.
  • Futter als Zuwendung: „Sie schaut mich so an" ist das häufigste Argument für die Extraportion.

Vor der Diät: der Tierarzt

Lassen Sie Ihre Katze vor der Umstellung untersuchen, besonders wenn sie älter ist. Eine Schilddrüsenunterfunktion, die beim Hund oft hinter Gewichtszunahme steckt, ist bei Katzen extrem selten. Häufig ist bei älteren Katzen dagegen die Überfunktion – sie zeigt sich durch Gewichtsverlust trotz großem Appetit.[3] Nimmt Ihre Katze also plötzlich ab, ohne dass Sie etwas geändert haben: bitte zum Tierarzt.

Die Fettleber – warum Katzen niemals hungern dürfen

Übergewichtige Katzen haben das höchste Risiko für eine hepatische Lipidose (Fettleber). Frisst eine dicke Katze plötzlich nichts mehr – durch Stress, Krankheit oder eine zu radikale Diät –, mobilisiert der Körper massenhaft Fett, das die Leber nicht verarbeiten kann.[4] Das kann lebensbedrohlich werden.

  • Kein Fasten, keine Crash-Diät, Futter nie abrupt halbieren.
  • Als sicher gelten 2 bis 5 Prozent Abnahme pro Monat. Verliert Ihre Katze mehr als 2 Prozent pro Woche, sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt.[5]
  • Hat Ihre Katze 24 Stunden kaum oder nichts gefressen: noch am selben Tag zum Tierarzt.[5]

Der Nehls-Ansatz – langsam und satt abnehmen

Was wir aus 26 Jahren Praxis sehen: Die meisten Halter scheitern nicht am Willen, sondern an der Katze, die nachts um drei vor dem leeren Napf schreit. Darum stellen wir die Fütterung um, statt nur zu kürzen – und rechnen mit sechs bis zwölf Monaten. Es dauert. Wer das vorher weiß, hält durch.

1. Fütterung umstellen

Katzen sind reine Fleischfresser. Wir empfehlen eiweißreiches Nassfutter ohne Getreide und Zucker, abgewogen statt aus dem vollen Napf, verteilt auf mehrere kleine Mahlzeiten.

Aus unserer Praxis – Nassfutter für die Umstellung

Nehls Truthahn-Menü – Alleinfutter aus Truthahnfleisch, -herz und -leber mit Taurin, 108 kcal pro 100 g, 6 Prozent Fett.

Nehls Geflügeltöpfchen – Alleinfutter aus Huhn, Hühnerherzen und Entenleber mit etwas Lachsöl, 119 kcal pro 100 g, im praktischen 200-g-Töpfchen.

Wann dieses? Wenn Sie vom bisherigen Futter auf eine klar überschaubare Ration umstellen. Stellen Sie über ein bis zwei Wochen schrittweise um, damit Ihre Katze nicht das Fressen verweigert. Die Angaben auf der Dose gelten für normalgewichtige Katzen – die Menge für die Abnehmphase rechnen wir im Erstgespräch auf das Zielgewicht um.

Leckerlis gehören in die Tagesration. Am besten belohnen Sie mit Spiel oder mit ein paar Stücken aus der abgewogenen Tagesportion.

2. Bewegung über Spiel

Zwei, drei kurze Jagdspiele am Tag mit der Federangel, Futter in Fummelbrettern oder verteilt in der Wohnung, Kratz- und Kletterflächen in der Höhe. Wenn Sie eine schwere oder ältere Katze wieder in Bewegung bringen, können Sie Nehls Gelenk-Stark Forte begleitend geben – geschmacksneutrales Pulver aus Glucosaminsulfat und Bentonit, knapp ein viertel Esslöffel am Tag, mindestens sechs Wochen. Bei bekannter Empfindlichkeit gegen Krustentiere vorher mit dem Tierarzt sprechen.

3. Naturheilkundlich begleiten

Aus unserer Praxis – die Kräuterbegleitung

Nehls Bigdogcats

Tierheilpraktikerin Nehls hat die Mischung mit unserem Beraterinnen-Team für Hunde und Katzen entwickelt, deren Gewicht in der Beratung immer wieder Thema war: getrocknete Apfelstreifen (fruchtig-mild), Birken-, Heidelbeer-, Löwenzahn- und Brennnesselblätter sowie Mariendistelfrüchte (krautig-herb bis mild-bitter). Ohne synthetische Zusätze. Für Katzen 1 Teelöffel am Tag, angefeuchtet oder als lauwarmer Aufguss unter das Nassfutter.

Wann dieses? Wenn Sie die Fütterung umstellen und eine Begleitung suchen, die täglich mitläuft. Mindestens sechs Wochen am Stück, auch dauerhaft.

→ Zu Nehls Bigdogcats
Aus unserer Praxis – die VetLine für Katzen

Tierärztin Katrin Knecht hat die VetLine im THZ entwickelt – ohne Getreide, Zucker und synthetische Zusätze. Für Katzen setzen wir drei Bausteine ein:

1. Metabo Rapid immer zusammen mit Entero Clean Basic. Metabo Rapid bringt im Stoffwechsel etwas in Bewegung, Basic bindet im Darm, was dabei anfällt – nie das eine ohne das andere. Metabo Rapid ist flüssig und lässt sich nicht aussortieren: zweimal täglich 1 Tropfen pro kg Körpergewicht, rund zehn Wochen, die 100-ml-Flasche reicht. Basic: 0,5 bis 1 g am Tag.

2. Surf and Turf Sensitive Mineral als naturbelassene Mineralbasis, 3 bis 5 g am Tag je nach Gewicht. Wichtig: nicht bei Schilddrüsenüberfunktion – die Seealgen enthalten natürliches Jod. Bei älteren Katzen lassen Sie die Schilddrüse deshalb vorher tierärztlich prüfen.

3. Entero Clean Liquid nicht für Katzen. Die Hunde-Variante enthält Knoblauch als Aromastoff.

Wann dieses? Wenn die Fütterung umgestellt ist und das Gewicht trotzdem steht.

Für Katzen giftig – auch in „natürlichen" Produkten

Teebaumöl, Knoblauch, Wermut und konzentrierte ätherische Öle sind für Katzen giftig. Geben Sie keine Kräuter- oder Ölpräparate, die nicht ausdrücklich für Katzen freigegeben sind.

Wie viel Futter Ihre Katze für ihr Zielgewicht braucht, besprechen wir gern mit Ihnen – Tatjana Siebert ist zertifizierte Ernährungsberaterin für Tiere. Melden Sie sich zum kostenlosen Erstgespräch oder rufen Sie an: 05642 988 8826, Mo–Fr 9–12 und 14–17 Uhr.

Häufige Fragen zu Übergewicht bei Katzen

Wie schnell darf eine Katze abnehmen?
Langsam: Als sicher gelten 2 bis 5 Prozent des Körpergewichts pro Monat. Bei einer 6-kg-Katze sind das rund 120 bis 300 Gramm im Monat. Mehr als 2 Prozent pro Woche sind zu viel – dann bitte mit dem Tierarzt sprechen, denn zu schnelles Abnehmen erhöht das Fettleber-Risiko.
Kann ich meine Katze einfach einen Tag fasten lassen?
Nein. Bei übergewichtigen Katzen kann schon eine kurze Hungerphase eine Fettleber auslösen. Frisst Ihre Katze 24 Stunden kaum oder gar nicht, gehört sie noch am selben Tag zum Tierarzt.
Meine Katze bettelt ständig – was tun?
Verteilen Sie die abgewogene Tagesration auf vier bis fünf kleine Mahlzeiten oder nutzen Sie einen Futterautomaten mit Zeitschaltung. Futter im Fummelbrett beschäftigt und verlängert die Fresszeit. Und: Spiel ist für viele Katzen eine ebenso gute Belohnung wie Futter.
Wie kann die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" bei Übergewicht helfen?
Dass Ihre Katze zu schwer ist, sehen Sie selbst. Die Haaranalyse ist für uns ein Werkzeug, um individuelle Belastungsfelder sichtbar zu machen, die das Abnehmen erschweren können – Leber, Nieren, Mineralstoffhaushalt, Verträglichkeiten. Daraus entsteht ein Begleitplan, den Tatjana Siebert mit Ihnen bespricht. (Nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest – ersetzt keine tierärztliche Diagnose.)

Kleinere Portionen, mehr Spiel – und die Waage bewegt sich trotzdem nicht?

Manche Halter sagen am Telefon mit halbem Lachen: „An so Hokuspokus glaube ich eigentlich nicht, aber ich weiß nicht mehr weiter." Wir nehmen das nicht persönlich. Wenn das Gewicht trotz Umstellung steht, liegt die Ursache oft tiefer – im Stoffwechsel, in Darm und Leber. Die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" ist für uns ein Werkzeug, keine Wahrheit: ein Ausgangspunkt für einen Begleitplan, ausgewertet von Tatjana Siebert und unserem Team. (Nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest – ersetzt keine tierärztliche Diagnose.)

Lieber zuerst reden? Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir gemeinsam, wo wir bei Ihrer Katze anfangen – telefonisch unter 05642 988 8826.

Zur „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" →
Quellen
  1. Laflamme D. (1997): Development and validation of a body condition score system for cats. Feline Practice 25, 13–18. BCS-Tabelle Virginia Tech
  2. Scarlett J. M. et al., Cornell University College of Veterinary Medicine: Overweight cats risk disease and premature death (1997). Zur Meldung
  3. MSD Veterinary Manual: Disorders of the Thyroid Gland in Cats. Zum Artikel
  4. dvm360: Hepatic lipidosis – winning strategies (Proceedings). Zum Artikel
  5. Association for Pet Obesity Prevention: Weight loss for cats. Zum Artikel
Fachliche Einordnung
Dieser Ratgeber entstand im Tierheilkundezentrum Nehls aus der täglichen Praxisarbeit – auf Grundlage von über 26 Jahren Begleitung von Katzen mit Stoffwechsel- und Gewichtsthemen – und wurde durch unser Beratungsteam mit unserer Tierheilpraktikerin Tatjana Siebert (VDT) redaktionell aufbereitet.

Im THZ Tierheilkundezentrum Nehls arbeiten wir Hand in Hand für das Wohl der Tiere: Während diese Veröffentlichungen auf der naturheilkundlichen Praxis unserer Tierheilpraktikerinnen beruhen, bringt Tierärztin Katrin Knecht (seit über 20 Jahren in der Naturheilkunde tätig) ihre tiermedizinische Expertise vor allem im Hintergrund ein. Ihr Schwerpunkt liegt in der wissenschaftlichen Mitarbeit an unseren Rezepturen – insbesondere an der VetLine – sowie im internen Fachkonsil bei schwierigen Fragestellungen.

Zur Person:
Tatjana Siebert – Geprüfte Tierheilpraktikerin (VDT), zertif. Ernährungsberaterin für Tiere (Paracelsus/TÜV). Kundenberatung und Haaranalyse-Auswertung bei THZ.
Katrin Knecht – Tierärztin, seit über 20 Jahren in der Naturheilkunde tätig. Wissenschaftliche Mitarbeit an den THZ-Rezepturen, internes Fachkonsil. Entwicklerin der VetLine.
Grundlage sind über zwei Jahrzehnte praktische Begleitung von Katzen in der Naturheilkunde.
Stand: 1. Oktober 2026. Die Inhalte ersetzen keine tierärztliche Diagnostik oder Behandlung – bei deutlichem Übergewicht ist die tierärztliche Abklärung möglicher Grunderkrankungen unverzichtbar.
Wenn Sie reden wollen
Unser Beratungsteam mit Lara, Sabrina, Sina, Vanessa (angehende THP) und Tatjana (Geprüfte Tierheilpraktikerin VDT & zertifizierte Ernährungsberaterin für Tiere Paracelsus/TÜV) ist da, wenn Ihre Katze nachts vor dem Napf schreit und Sie nicht mehr wissen, wie Sie die Diät durchhalten sollen. Wir rechnen die Ration mit Ihnen durch – und sagen ehrlich, wann wir begleiten können und wann es der Tierarzt sein muss.
Auch wenn Sie skeptisch sind zur Naturheilkunde oder zur Bioresonanz – rufen Sie an: 05642 988 8826. Wir nehmen das nicht persönlich, im Gegenteil.